Meine Philosophie

Eine dialogische Grundhaltung

In meiner Arbeit versuche ich meinen Klienten zu helfen, zu einer guten und effizienten Zusammenarbeit zu kommen, über persönliche, organisationale und kulturelle Grenzen hinweg. Auf dem Weg dahin erachte ich die folgenden Grundhaltungen für fundamental

  1. Größtmögliche Offenheit und Respekt für den Anderen, den Fremden
  2. Sicherheit in der eigenen Haltung
  3. Eine reflektierte Vermittlung zwischen beiden Haltungen

 

I do not want my house to be walled in on all sides and my windows to be stuffed. I want the cultures of all the lands to be blown about my house as freely as possible. But I refuse to be blown off my feet by any. I refuse to live in other people's houses as an interloper, a beggar or a slave.
Mahatma Gandhi

Gandhi beschreibt in seinem Ausspruch sehr treffend diese beiden Haltungen. Zuerst die Öffnung gegenüber dem Fremden, die voraussetzt, dass man die Türen und Fenster seines Hauses weit öffnet. Dann aber auch die Notwendigkeit, einen sicheren eigenen Stand zu haben. Um die Sicherheit des eigenen Standes zu finden, ist es zuerst notwendig zu wissen, wo man steht und wofür man einstehen will. Die Begegnung und offene Auseinandersetzung mit der Andersartigkeit anderer Menschen und Kulturen wird die Sicht auf den eigenen Standpunkt schärfen. Wenn ich den sicheren eigenen Standpunkt gefunden habe, kann ich mich wieder dem Anderen zuwenden und in einen konstruktiven Dialog mit ihm eintreten. In dessen Verlauf kann ich mich in aller Souveränität fragen, an welcher Stelle ich möglicherweise etwas von ihm lernen kann.

 

Zu solchen Bewegungen der Selbstreflektion und der Wahrnehmung der Anderen möchte ich in meiner Arbeit anregen. Ziel ist, dass alle Seiten voneinander lernen und auf diese Weise zu einer Kultur der Kommunikation und Kooperation über individuelle und kulturelle Grenzen hinweg kommen, die genauso auf Gemeinsamkeiten baut, wie sie die Verschiedenheiten respektiert und nutzt. (Vergleiche auch Mein Coaching-Ansatz und Der dialogische Ansatz)

 

Diversity

Jede Kommunikation und Kooperation findet mit „Verschiedenen“, „Anderen“ statt. Die Grade der Verschiedenheit oder Fremdheit in der zwischenmenschlichen Interaktion sind möglicherweise im Falle der interkulturellen Begegnung am größten. In Abstufungen finden sich allerdings die gleichen Herausforderungen, wie sie in der klassischen interkulturellen Überschneidungssituation bestehen, in jeder Begegnung. Dass jedwede zwischenmenschliche Interaktion kulturelle Unterschiede überbrückt, zeigt insbesondere Forschung und Praxis des „Diversity Management“, die den geographisch-ethnisch definierten Kulturbegriff um eine Vielzahl weiterer wesentlicher Kategorien erweitert: Profession, Alter, Geschlecht, Familie, Religion etc.. Letztlich steht jedes Individuum jedem anderen als „Verschiedener“ gegenüber. Deswegen sind die für eine fruchtbare interkulturelle Kommunikation beschriebenen dialogischen Prinzipien in gleicher Weise für das Gelingen jeder Art von Kommunikation grundlegend.